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Sonnensystem auf Ihrem Schulhof

Kaum ein Schulbuchbild wird dem Sonnensystem gerecht: Damit die Planeten überhaupt zu sehen sind, rücken sie viel zu eng zusammen. Bauen Sie es lieber selbst – auf dem Schulhof, im Flur oder auf dem Sportplatz. Sagen Sie, wie viel Platz Sie haben, und dieser Rechner sagt Ihnen, wie groß Ihre Sonne wird und wo jeder Planet zu stehen kommt.

Meter

Am Ende dieser Strecke steht Neptun.

cm groß

Beide Felder beschreiben denselben Maßstab.

Typische Strecken:
Ihr Maßstab 1 : 45.150.000.000

So liegen die Planeten auf Ihrer Strecke

Die obere Linie zeigt die Verhältnisse so, wie sie wirklich sind. Dass die vier inneren Planeten dabei fast auf der Sonne zu kleben scheinen, ist kein Darstellungsfehler – das ist die eigentliche Lektion. Damit man sie trotzdem auseinanderhalten kann, zeigt die untere Linie denselben Anfang stark gedehnt.

Wo steht welcher Planet?

Die Schrittzahlen rechnen mit 70 cm pro Schritt – bequem für Grundschulkinder und genau genug, um die Standorte ohne Maßband zu finden. Für die Planeten selbst genügen Perlen, Murmeln und Bälle; oft ist die verblüffendste Erkenntnis, dass die Erde bei diesem Maßstab kaum noch zu sehen ist.

Abstände sind mittlere Sonnenabstände (große Halbachse), Durchmesser sind Äquatordurchmesser nach dem NASA Planetary Fact Sheet. Die Bahnen sind leicht elliptisch, die tatsächliche Entfernung schwankt also um diese Werte – bei Merkur um rund ein Fünftel, bei den übrigen Planeten deutlich weniger.

Wie schnell ist das Licht auf Ihrem Schulhof?

Wo läge der nächste Stern?

Wenn das ganze Sonnensystem auf Ihren Schulhof passt – wo müsste dann der nächste Stern stehen? Diese Frage stellt fast jede Klasse von selbst, und die Antwort trifft zuverlässig.

Zwischen diesen beiden Punkten liegt nichts als Leere. Das ist der Grund, warum Raumsonden Jahrzehnte unterwegs sind: Voyager 1 fliegt seit 1977 und hat auf Ihrem Schulhof noch nicht einmal die Strecke bis zum Hoftor zurückgelegt.

So wird ein Projekttag daraus

  • Vorbereiten: Strecke abmessen, Standorte mit Straßenkreide oder Hütchen markieren. Jede Gruppe übernimmt einen Planeten und bastelt ihn im richtigen Maßstab.
  • Aufstellen: Die Kinder gehen mit ihrem Planeten die Schritte ab und stellen sich auf. Wer Neptun trägt, läuft am längsten – und merkt es.
  • Begreifen: Von Neptun aus zurück zur Sonne schauen. Sie ist von dort nur noch ein heller Punkt.
  • Nachbereiten: Warum sind die inneren Planeten klein und die äußeren groß? Warum ist zwischen Mars und Jupiter so viel Platz? Beides lässt sich am eigenen Modell zeigen.
  • Weiterdenken: Mit derselben Rechnung eine Karte der Umgebung anlegen und den nächsten Stern eintragen.

Und was man auf dem Schulhof nicht bauen kann

Ein Modell zeigt Abstände – aber keinen Sternenhimmel, keine Ringe des Saturn aus der Nähe, keine Galaxie von innen. Genau dafür kommt das mobile Planetarium in Ihre Turnhalle: live moderiert, wetterunabhängig und auf den Lehrplan abgestimmt. Der Schulhof-Nachmittag und die Kuppel ergänzen sich hervorragend.