Wie schwer wärst du auf dem Mars?
Jeder Himmelskörper zieht dich unterschiedlich stark an – und genau das misst eine Personenwaage. Auf dem Mond bist du federleicht, auf dem Jupiter kämst du kaum vom Boden hoch. Tragen Sie ein, was Ihre Waage zu Hause anzeigt.
Kommazahlen gehen auch, zum Beispiel 32,5.
Alle auf einen Blick
Was die Waage anzeigen würde
Die Balken zeigen, wie stark der jeweilige Körper zieht – gemessen am stärksten in der Liste, dem Jupiter. Bei Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun gibt es gar keine feste Oberfläche zum Draufstellen; angegeben ist der Wert dort, wo der Druck so hoch ist wie unten in unserer Lufthülle. Pluto zählt seit 2006 nicht mehr als Planet, sondern als Zwergplanet.
Zum Ausprobieren
Und wie hoch kämst du beim Springen?
Wer sich mit derselben Kraft abstößt, kommt umso höher, je schwächer die Anziehung ist. Angenommen, du schaffst auf der Erde 40 Zentimeter:
Deshalb hüpfen die Astronauten in den Apollo-Aufnahmen so komisch: Auf dem Mond wäre ein Sprung über ein Auto kein Problem – wären da nicht der steife Raumanzug und der Rucksack mit der Luftversorgung.
Genau genommen
Du wirst nicht leichter – nur die Waage zeigt weniger
Streng genommen wiegst du nirgends etwas anderes. Die Menge an Stoff, aus der du bestehst, ändert sich nicht: Das nennt man deine Masse, und sie bleibt überall gleich. Was sich ändert, ist die Kraft, mit der dich ein Himmelskörper anzieht – die Gewichtskraft. Genau die misst eine Personenwaage, auch wenn Kilogramm draufsteht.
Physikalisch rechnet man in Newton: Gewichtskraft = Masse × Fallbeschleunigung.
Zwei Dinge, die überraschen
Merkur und Mars ziehen fast gleich stark – obwohl der Mars fast doppelt so groß ist. Merkur ist eben dichter gebaut, mit einem großen Eisenkern. Nicht die Größe entscheidet, sondern Masse und Radius zusammen.
Venus und Uranus liegen exakt gleichauf, bei 8,87 m/s². Der eine ist ein kleiner Gesteinsplanet, der andere ein Eisriese mit dem vierfachen Durchmesser – und beide ziehen gleich stark. Reiner Zufall, aber ein schöner.
Für den Unterricht
So lässt sich damit arbeiten
- Erst schätzen, dann rechnen: Wer tippt richtig, auf welchem Planeten man am schwersten wäre? Die meisten sagen Saturn, weil er so groß aussieht – dabei ist er kaum schwerer als die Erde.
- Selbst nachwiegen: Eine Personenwaage mit in die Klasse bringen und die Werte für jedes Kind eintragen lassen. Der Vergleich in der Tabelle macht es greifbar.
- Sprungversuch: Draußen an einer Wand markieren, wie hoch jedes Kind springt. Dann ausrechnen, wie hoch derselbe Sprung auf dem Mond ginge – und die Höhe an der Hauswand suchen.
- Weiterfragen: Warum ist der Jupiter so viel stärker? Warum hat der kleine Merkur fast dieselbe Anziehung wie der größere Mars?
- Verknüpfen: Der Maßstabsrechner zeigt, wie groß die Planeten im Verhältnis wirklich sind. Zusammen mit dieser Tabelle wird klar, dass Größe und Anziehung zwei verschiedene Dinge sind.
Fallbeschleunigungen nach dem NASA Planetary Fact Sheet. Gegengerechnet aus Masse und Radius der Ephemeriden: Bis auf Pluto stimmen alle Werte auf 0,3 Prozent genau überein.
Und wie fühlt sich das an?
Ausrechnen lässt sich die Schwerkraft am Bildschirm – erlebbar wird das Sonnensystem erst, wenn die Planeten über den Köpfen stehen. Das mobile Planetarium kommt mit Kuppel und Projektor direkt in Ihre Turnhalle, live moderiert und auf den Lehrplan abgestimmt.